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Strategie und Research: Positionierung, Preis und der Beleg dahinter
Positionierung, Preisgestaltung, Marktforschung und Wettbewerbsanalyse. Die Arbeit vor der ersten Seite: was der Markt zahlt, wer schon dort ist und welche Aussagen Sie belegen können, wenn jemand nach der Quelle fragt.
19 Artikel
Product Marketing Strategie: die 90 Tage, die einen Launch entscheiden
Neunzig Tage vor einem Launch ist fast jede Entscheidung billig. Dreißig Tage davor ist fast jede teuer, und niemand im Raum gibt zu, dass die teuren die sind, die man aufgeschoben hat. Was als Terminproblem aussieht, ist in Wahrheit eine Reihenfolge, die niemand aufgeschrieben hat. Können Sie für Ihr letztes Release benennen, welche Entscheidung zuerst fiel und wer sie unterschrieben hat? Die meisten Teams können das nicht, und sie merken es erst, wenn der Vertrieb eine Version des Produkts beschreibt, die es so nie gab. Der Punkt, an dem die Reihenfolge kippt, liegt fast immer vor dem Datum, an dem jemand anfängt, darüber zu reden.
Martin H.Strategie27. Okt. 2026Voice of Customer Research: Ohne Plattformbudget umsetzen
Am Ende bleibt ein Satz übrig, und niemand im Raum weiß mehr, von welchem Kunden er stammt. Vierzig Umfrageantworten haben davor gelegen, und keine davon hat ihn geliefert, weil eine Skala Sprache zu Durchschnitten verrechnet. Wer nur seine zufriedensten Kunden befragt, bekommt das eigene Marketing zurück und nennt das dann Validierung. Wann haben Sie zuletzt einen Kunden gefragt, was er vor Ihnen versucht hat? Die Antwort darauf sagt mehr über Ihre Positionierung als jede Folie, die Sie dazu je gebaut haben. Wie viele Gespräche Sie brauchen und wie aus einem Transkript eine Phrasensammlung wird, die Ihre Startseite überlebt, hängt an einer Entscheidung, die fast niemand bewusst trifft.
Martin J.Strategie26. Okt. 2026Sales-Enablement-Strategie: Erst die Fähigkeit, dann die Inhalte
Auf die Frage nach dem Preis hat Ihr Vertrieb eine Antwort. Ob sie in einem laufenden Gespräch funktioniert, weiß niemand, weil es dafür kein Kriterium gibt. So entsteht die Reihenfolge, die diesen Aufwand teuer macht: Zuerst wird Content bestellt, danach wird gefragt, was eigentlich gesagt werden soll. Niemand hält dabei fest, was dieser eine Mensch können muss, damit der Content greift. Wann haben Sie zuletzt geprüft, ob eine Unterlage in einem Deal tatsächlich benutzt wurde? Die Antwort verschiebt den Anfang einer Sales-Enablement-Strategie an eine Stelle, an der die meisten Teams nie anfangen. Und sie macht eine zweite Frage sichtbar, die noch unbequemer ist: Wer prüft eigentlich, dass es passiert?
Martin H.Strategie26. Okt. 2026Product Marketing Framework: Welches zu Ihrer Entscheidung passt
Vier Canvases, alle im Ordner freigegeben, und keine einzige Entscheidung, die sich dadurch geändert hätte. Das ist der Punkt, an dem die meisten Teams anfangen, das Format zu wechseln, statt die Frage zu wechseln. Unter uns: das Canvas war nie das Problem. Sie haben eine Positionierung, eine Launch-Ebene und ein Preismodell, und jede dieser drei Unterlagen ist für sich stimmig. Nur widersprechen sie sich, sobald ein Vertriebsmitarbeiter sie in einem Gespräch gleichzeitig braucht. Welche Entscheidung sollte jedes dieser Dokumente eigentlich herbeiführen, und woran würden Sie merken, dass es sie nicht getan hat?
Martin H.Strategie26. Okt. 2026

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Competitive Intelligence Analyse: Von der Erfassung zur Entscheidung
Jeder kennt den Ordner, in dem die Wettbewerbsbeobachtung liegt. Fast niemand kann sagen, wann zuletzt etwas daraus eine Entscheidung verändert hat. Das ist keine Frage der Disziplin und auch keine des Budgets, denn mehr Quellen haben das Problem in jedem Team eher vergrößert als verkleinert. Der eigentliche Engpass sitzt eine Stufe später: Es gibt keine Einigung darüber, was als Befund zählt und wer ihn lesen muss. Welche Beobachtung aus dem letzten Quartal hat bei Ihnen tatsächlich eine Zusage, einen Preis oder einen Launch verschoben? Solange diese Frage offen bleibt, wächst der Ordner weiter, und die Antwort wird nicht leichter.
Martin J.Strategie26. Okt. 2026Werbeslogan-Beispiele: Was live ging, was verlor und warum
Donnerstag, 16:40, die Zeile muss raus, und im Dokument liegen zwei Fassungen. Die schärfere hat verloren, und niemand im Raum erinnert sich, wer sie damals gekippt hat. Das ist das Paradox der Markenkommunikation: Die Zeile, die heute läuft, ist meist nicht die beste, sondern die, die eine Besprechung überlebt hat. Wer hat in Ihrem letzten Projekt gegen die schärfere Fassung argumentiert, und mit welchem Satz? Was Sie von einer fremden Marke übernehmen können, ist selten der Slogan und fast immer die Begründung dahinter. Sechs Fälle legen diese Begründung offen, und in zweien liegt die verworfene Fassung noch als Aktennotiz vor. Bleibt die Frage, welche verworfene Zeile in Ihrem eigenen Ordner seit Monaten ungelesen liegt.
Martin H.Strategie22. Okt. 2026Brand Marketing: Was Definitionsseiten zum Budget nie sagen
Kaum jemand sagt es laut, aber die meisten Markenbudgets überstehen ihre Überprüfung aus dem falschen Grund: Verteidigt wird eine Definition, nicht eine Zahl. Auf dem Tisch liegt eine Kennzahl, die im letzten Quartal gut aussah, und niemand im Raum kann sagen, was beim nächsten Mal als Beleg gelten würde. Wie oft haben Sie eine Zahl mitgebracht, die eine Kollegin aus dem Performance-Team nicht sofort in ihre eigene Kennzahl übersetzen konnte? Der Streit dreht sich damit nicht um den Begriff, sondern um das Instrument, mit dem beide Seiten ihn messen. Ein Monatsrhythmus trifft auf einen Effekt, der über Jahre entsteht, und die Stille im Reporting liest sich dann als Null. Wer den Anteil nennt und das Fenster weglässt, hat den Streit nur verlängert. Am Ende steht eine Vereinbarung, die beide Seiten vorher akzeptiert haben. Ob Ihr Führungsteam sie unterschreibt, hängt an einer Frage, die in den meisten Häusern niemand stellt.
Martin J.Strategie21. Okt. 2026Positionierungsstatement-Vorlage: Was der Satz überleben muss, bevor Sie ihn ausliefern
Jede Positionierungsvorlage sieht nach Fortschritt aus, und viele liefern am Ende einen Satz, den im entscheidenden Gespräch niemand verteidigen kann. Das gibt selten jemand laut zu, weil ein vollständig ausgefülltes Blatt nach Arbeit aussieht. Welches Feld würden Sie streichen, wenn niemand zusieht? Gefüllt ist schnell, und genau deshalb merkt ein Team den Unterschied zwischen einem Satz und einem Mittelwert oft erst, wenn ein Käufer nachfragt. Sie brauchen dafür keine neue Formel, sondern zwei Tests, die ein anderer Mensch als Sie selbst an Ihrem Satz ausführt. Was passiert mit einem Anspruch, den der Vertrieb nicht in einem Satz belegen kann?
Martin H.Strategie21. Okt. 2026
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